1979 - SV EBRACH

SV EBRACH
Schützenverein Brünnersgasse 11 96157 Ebrach











      
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1979

SV Ebrach > Historie
Im Spätherbst des Jahres 1979
Befassten sich einige in Ebrach lebende Sportschützen mit dem Gedanken der Wiedergründung des ehemaligen Schützenvereins "Feuerschützengesellschaft Ebrach e.V.".
Dieser Verein war 1945 unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg durch die Besatzungsmacht aufgelöst worden. Das vorhandene Vereinsvermögen zerfiel, vorhandene Utensilien wie Königskette und Vereinsfahne verschwanden in dunklen Kanälen und sind bis heute nicht mehr aufgetaucht. Das Schießplatzgelände oberhalb des Weiherseetals ging in den Besitz des bayerischen Staatsforstes zurück, nachdem die Gebäude geschliffen worden waren.
1980 wurde unter Führung des damaligen 1. Bürgermeisters, Herrn Erich Weininger, zunächst eine vorläufige Vorstandschaft unter meinem Vorsitz gewählt, welche die Vereinsgründung vorbereitete.
Am 04. Januar 1980 wurde dann die Gründungsversammlung im Gasthof Steigerwald abgehalten. 56 Personen gründeten unter dem Namen "Schützenverein Ebrach e.V., vormals Feuerschützen-Gesellschaft Ebrach" einen neuen Verein. Vorstand des Wahlausschusses war der Bürgermeister Weininger.
Gewählt wurde als
1. Vorsitzender:               Reinhard Rösslein
2. Vorsitzender:               Karl Gülta
Schatzmeister:                 Emil Nötz
Schriftführer:                   Wolfgang Scholz
Vereinsausschuss: Guntram Bauer, Siegfried Gillich, Helmut Heindel, Albin Hofmann, Gerhard  Kleinlein und Alfred Neukamm
Die nächsten 5 Jahre waren geprägt von folgenden Zielen:
a) Schaffung von Vereinsvermögen
b) Beschaffen eines Sportgeländes, sprich Schießständen
Beides stellte die Vorstandschaft vor schier unlösbare Probleme. Der Verein wuchs zwar stetig, wenn auch langsam, die Bemühungen, das alte Schießplatzgelände wieder in Besitz zu bekommen oder ein anderes geeignetes Gelände zu finden, erwiesen sich als weit schwieriger. Die Vorstandschaft und auch ich persönlich mussten einige Rückschläge hinnehmen.
Zum Luftgewehrschießen konnten wir dankenswerter Weise den Schießstand des Nachbarschützenvereins ORION-Burgwindheim unentgeltlich benutzen.
An dieser Stelle ein herzliches "Dankeschön" an den Schützenverein Orion Burgwindheim. Später wurde im ehemaligen Saal der Klosterschänke in Großgressingen mit dem Luftgewehr geschossen.
Nach 4 Jahren Planung gelang es in Eigeninitiative und unter der Förderung des Marktes Ebrach und der Familie Ulrich in Großgressingen das heutige Schützenhausgelände im Tauschverfahren zu erwerben.
1985 wurde nach Erhalt des genehmigten Bauplans zunächst mit der Errichtung der Pistolen- und Kleinkalibergewehrschießstände begonnen. Der Bau von Aufenthaltsräumen und Luftgewehrschießständen wurde verschoben. Auch der Bau einer anfänglich in Erwägung gezogenen 100-Meter-Schießbahn.
Dem Verein standen 13.000 DM zur Verfügung. Da der Staat finanziell ähnlich schlecht wie heute ausgestattet war, waren keinerlei kurzfristige Förderungen zu erwarten. Unterstützt von freiwilligen Helfern und Spendern gelang es in völliger Eigenleistung und fachlichem Rat der Baufirma Hofman die Schießbahnen zu errichten. Viele sind hier anwesend und können von dem erzählen, was gemeinsam geleistet wurde. 1988 wurden die Schießbahnen in Betrieb genommen.
Ausruhen war nach Errichtung des 1. Bauabschnittes nicht angesagt. Bauabschnitt II, die Errichtung des Schützenhauses, war angesagt und die gleichen Helfer schenkten dem Verein ihre Kraft, ihre Freizeit und auch in Geld in Form von Spenden.
1996 zogen wir dann in das Schützenhaus ein, der Saal war immer noch nicht fertig, steht aber nun dem Schützen zur Verfügung.
Die Vorstandskraft hat sich in den letzten Jahren nur unwesentlich verändert. Ich hatte insbesondere bei den Mitgliedern der Vorstandschaft Unterstützung und Rückhalt. Finanzen waren und sind noch knapp, dennoch gelang es, den Verein schuldenfrei zu halten.
Ich hebe hier kein Mitglied hervor oder möchten jemandem außerordentlich danken. Jeder, der mitgewirkt hat, weiß, was geleistet und voran gebracht wurde. Stellvertretend sage ich hier allen ein herzliches "Vergelt's Gott", die uns als Mitglied, Geschäftspartner und örtliche Behörden unterstützt haben. Besonderen Dank gilt dem Markt Ebrach, der uns immer gefördert und unterstützt hat.
Der Schützenverein Ebrach war von Anfang an ein schießsportlicher Verein, der aufgrund von Schwierigkeiten und Hindernissen auf sich selbst gestellt war, und deshalb eigenständige Ziele verfolgt hat und verfolgen musste, um bestehen zu können. Zu dieser Haltung bekenne ich mich stellvertretend für die Vorstandschaft.
Die Zukunft ist geprägt von weiteren Bauvorhaben, z.B. den Ausbau der Gewehrschießbahnen. Wir wollen allen Freunden den sportlichen Schießens und auch Jagdausübenden die Möglichkeit bieten, ihr Hobby unter geordneten Verhältnissen betreiben zu können.
Abschließend bedanke ich mich bei allen, die mir bislang mit Rat und Tat zu Seite gestanden haben, und hoffe, die letzte Ausbauphase noch mit Erfolg abschließen zu können. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.
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